Medizinisches Cannabis in Düren

19. Februar 2020

Medizinisches Cannabis beziehungsweise medizinischer Hanf ist seit einigen Jahren in Deutschland legal und wird zur Behandlung sämtlicher körperlicher und psychischer Beschwerden eingesetzt. Erhältlich ist das natürliche Arzneimittel unter anderem in der MAXMO Apotheke Düren. Doch, was ist medizinischer Hanf überhaupt, wie wirkt dieser und wann wird dieser angewendet? Nachfolgend werden Antworten auf die wichtigsten Fragen gegeben. 

 

1. Was ist medizinisches Cannabis?

Es handelt es sich bei medizinischem Cannabis um die Blüten und andere Bestandteile der Cannabispflanze, welche verschiedene Cannabinoide enthalten - THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) kommen unter diesen mit der höchsten Konzentration vor und sorgen für die verschiedenen Wirkungen, welche von medizinischen Hanf auf den menschlichen Körper ausgehen können. 

Bereits 1931 gab es Bestrebungen Cannabis zu legalisieren und in der Medizin einzusetzen. In den 1970-iger Jahren gelang Forschern der Durchbruch mit der Entdeckung des sogenannten "Endocannabinoidsystems", einem Teil unseres menschlichen Nervensystems. Dessen zentrale Bestandteile sind die Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2) und sogenannte Cannabinoide bzw. Endocannabinoide, körpereigene Stoffe, die den Inhaltsstoffen des Cannabis sehr ähneln und an den Rezeptoren andocken und so ihre Wirkung entfalten. Dieses System erstrekt sich über unseren gesamten Körper.

Aber erst im neuen Jahrtausend (um 2000) werden die ersten Arzneimittel mit cannabinoidhaltigen Blüten von den Behörden zugelassen. CBD wird von der Bundesopiumstelle allerdings zunächst als Abfall bewertet.


Seit dem Jahr 2017 ist medizinisches Cannabis aufgrund eines Gerichtsurteils in Deutschland legal. Diese Legalisierung kann als "Kaltstart" angesehen werden, da die beteiligten und verantwortlichen Institutionen, wie Ärzte, Apotheken, Krankenkassen aber auch der Gesetzgeber auf die Legalisierung nicht ausreichend vorbereitet waren und die flächendeckende Versorgung mit medizinischem Cannabis überhaupt nicht geklärt war und auch heute noch nicht ist. 

Medizinisch wird Hanf in Deutschland gegen viele Erkrankungen eingesetzt, welche sich sowohl körperlich aber auch psychisch zeigen und mit der natürlichen Wirkung von Hanf effektiv behandelt werden können. Nach dem aktuellen Gesetz sind in Deutschland nur bestimmte Cannabispflanzen für den medizinischen Nutzen zugelassen. 

Je nach Pflanze können die Wirkstoffe dabei in einer unterschiedlichen Konzentration vorkommen und somit auch für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden. Ihre MAXMO Apotheke Düren steht Ihnen und Ihrem Arzt mit Rat und Tat zur Seite.

Beispielsweise gibt es medizinische Cannabissorten, von welchen eine stärkere psychoaktive Wirkung ausgeht. Andere medizinische Cannabissorten wiederum weisen eine kaum vorhandene psychoaktive Wirkung auf, sondern wirken sich lediglich auf den Körper aus. Generell werden Cannabispflanzen in Deutschland nur unter staatlicher Kontrolle angebaut beziehungsweise unter staatlicher Kontrolle eingeführt. Es sollte beachtet werden, dass medizinischer Hanf in Deutschland verschreibungspflichtig ist. In der Cannabis Apotheke Düren steht dieser also ausschließlich unter Vorlage eines Rezeptes zur Verfügung. 

 

2. Wie wirkt medizinischer Hanf? Was ist der Unterschied zwischen THC und CBD?

Die Wirkung von Cannabis kommt über das Andocken an den Cannabinoidrezeptoren (CB1 und CB2) zu stande. Je nachdem welcher dieser beiden Rezeptor stimuliert wird, ebtsteht eine unterschiedliche Wirkung. THC entfaltet seine Wirkung am CB1- aber auch CB2-Rezeptor. CBD hemmt die THC-Wirkung am CB1-Rezeptor, schwächt diese also ab. CBD entfaltet seine bis heute unerforschte Wirkung am CB2-Rezeptor. 

Dies bedeutet, dass Cannabis-haltige Arzneimittel aufgrund ihres unterschiedlichen Gehaltes ganz unterschiedliche Wirkungen auslösen. Der Markt, gerade an Casnnabisblüten, ist sehr vielfältig und dadurch auch sehr unübersichtlich für den behandelnden Arzt. Ihre MAXMO Apotheke Düren steht Ihnen und Ihrem Arzt gerne beratend zur Seite.

Kaum ein anderes natürliches Arzneimittel wirkt so vielfältig wie medizinischer Hanf. Eine Steigerung des Appetits ist zum einen zu vernehmen, so dass es u.a. bei Appetitlosigkeit eingesetzt werden kann. Darüber hinaus wirkt medizinischer Hanf muskelentspannend und kann bei Spastiken helfen. Eine schmerzlindernde Wirkung geht von medizinischen Cannabisprodukten ebenfalls aus, ebenso eine antidepressive Wirkkomponente. Weitere Details können Sie der Übersicht entnehmen.

Weiterhin kann von medizinischem Hanf auch eine psychische Wirkung ausgehen. So wirkt das natürliche Arzneimittel vor allem beruhigend und sorgt damit für eine Entspannung. Es macht sich oftmals ein Gefühl der Gelassenheit bemerkbar, durch welches der medizinische Hanf auch stressreduzierend wirkt. Gleichzeitig kann ein Gefühl von Leichtigkeit wahrgenommen werden. Je nach Cannabissorte kann es auch zu einer veränderten Wahrnehmung kommen, in welcher Sinneserfahrung intensiver wahrgenommen werden. Darüber hinaus kommt es oftmals zu einem Gefühl der Euphorie, welches sich allgemein bemerkbar macht. Patienten, welche medizinischen Hanf einnehmen, fühlen sich grundsätzlich lockerer und weniger gestresst. Es sollte beachtet werden, dass die Wirkung von medizinischem Hanf aber stets von der Stärke der jeweiligen Sorte abhängt, welche konsumiert wird. Die Konzentration der Cannabinoide sowie die Regelmäßigkeit des Konsums spielen ebenfalls eine wichtige Rolle und können für die Wirkung entscheidend sein.

 

3. Indikationen/Anwendungsgebiete für medizinischen Hanf

Aufgrund der vielen Wirkungen von medizinischem Hanf fallen die Anwendungsgebiete ebenso vielfältig aus. So lässt sich das natürliche Arzneimittel bei den verschiedensten Beschwerden und Erkrankungen anwenden, welche sowohl körperlich als auch psychisch bedingt sein können. 

Besonders häufig wird medizinischer Hanf bei sämtlichen Arten von Schmerzen angewendet. Unter anderem findet hier ein Einsatz bei Nervenschmerzen statt, welche immer wiederkehren. Schmerzen, welche aus Erkrankungen resultieren, werden ebenfalls mit medizinischem Hanf behandelt. Es kann sich dabei beispielsweise um Schmerzen handeln, welche aus Multipler Sklerose oder Rheuma resultieren. Schmerzen, welche von anderen schweren Erkrankungen wie Krebs erzeugt werden, können mit Hilfe von medizinischem Hanf ebenfalls behandelt werden. Darüber hinaus findet ein Einsatz bei sämtlichen chronischen Schmerzen statt. Es kann sich dabei beispielsweise um chronische Migräne handeln. 

Weiterhin findet eine Behandlung bei Verkrampfungen (Spastiken) statt. Krampfanfälle, welche aus Erkrankungen resultieren, stellen oftmals einen Grund zur Behandlung mit medizinischem Hanf dar. Ein häufiger Grund zum Einsatz der medizinischen Cannabispflanze stellt hier vor allem Epilepsie dar. So hat sich über die letzten Jahre gezeigt, dass Personen, welche an Epilepsie leiden, durch die Einnahme von medizinischem Hanf deutlich weniger epileptische Anfälle haben beziehungsweise sogar einen vollständigen Rückgang der epileptischen Anfälle verzeichnen. Viele Cannabis-Patienten in Deutschland leiden außerdem am Tourette-Syndrom, welches sich mit Hilfe der Heilpflanze effektiv behandeln lässt. So kann die "Tic-Intensität" durch den medizinischen Cannabis-Konsum deutlich verringert werden. 

Ein weiteres Anwendungsgebiet von medizinischem Hanf liegt bei AIDS und Krebs vor. So können die typischen Begleitsyndrome beider Erkrankungen mit Hilfe von medizinischem Hanf gelindert werden. Da es bei beiden Erkrankungen oftmals zu einer Appetitlosigkeit kommt, kann gerade dieser durch den medizinischen Cannabis-Konsum entgegengewirkt werden. Medizinischer Hanf kann bei Krebs außerdem dazu führen, dass die Krebszellen zerstört werden. Begründen lässt sich dies darin, dass die Cannabinoide Krebszellen zum Platzen bringen können. Darmerkrankungen stellen ein weiteres Einsatzgebiet von medizinischem Hanf dar. Gerade bei chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn kann es zu einer Linderung der Symptome - sowie zu einer Schmerzlinderung kommen. 
 

Anbau von medizinischem Cannabis


Des Weiteren wird medizinischer Hanf gegen psychische Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt. Hier lässt sich unter anderem ADHS nennen. Wird medizinischer Hand bei ADHS-Patienten eingesetzt, so kann es zu einer Linderung der typischen Symptome - wie Unaufmerksamkeit oder ein auffälliges Verhalten - kommen. Da eine beruhigende Wirkung von medizinischem Hanf ausgeht, können sich Patienten mit ADHS ruhiger verhalten und ihre Aufmerksamkeit effektiver bündeln. Sehr häufig findet auch ein Einsatz von medizinischen Cannabisprodukten bei Schlafstörungen statt. Hier können die Cannabisprodukte eine gesunde Alternative zu den Schlafmitteln darstellen, welche teilweise starke Nebenwirkungen aufweisen. Darüber hinaus findet sogar ein Einsatz bei Depressionen oder psychischen Traumata statt. Gerade Personen mit posttraumatischen Belastungsstörungen kann das natürliche Arzneimittel helfen. Gleiches gilt für Patienten, welche an Schizophrenie leiden. Hier hat sich in Studien vor allem eine Wirkung des Cannabinoids CBD gezeigt. 

Es gibt noch vielfältige weitere Erkrankungen, bei welchen medizinischer Hanf eingesetzt werden kann. Die hier erwähnten Erkrankungen und Beschwerden zählen lediglich zu den bekanntesten Anwendungsgebieten. Ob vorliegende Erkrankungen und Beschwerden tatsächlich mit medizinischem Hanf behandelt werden sollten, muss letztendlich der behandelnde Arzt entscheiden, denn eine Behandlung mit medizinischen Cannabisprodukten ist nicht in jedem Fall angebracht. 

 

4. Wo erhalte ich medizinischen Hanf?

Medizinische Cannabisprodukte lassen sich mittlerweile in vielen Apotheken unter Vorlage eines sogenannten BTM-Rezeptes (Betäubungsmittel-Rezept) kaufen. Hierbei handelt es sich um ein spezielles dreiseitiges Rezept mit besonderen Vorschriften. 

Verschiedene Apotheken weisen häufig unterschiedliche Sortimente an Cannabis-haltigen Arzneimitteln auf. So kann das Sortiment auch unterschiedlich groß ausfallen und viele Apotheken führen auch gar keine entsprechenden Arzneimittel. In der MAXMO Apotheke Düren halten wir verschiedene medizinische Cannabisprodukte vorrätig. Kontaktieren Sie uns gerne, damit wir auch Ihren Bedarf prüfen, Sie beraten und Ihnen ggf. Ihre benötigten Arzneimittel umgehend bereitstellen können.

 

5. Bezahlt meine Krankenkasse medizinischen Hanf?

Krankenkassen in Deutschland übernehmen grundsätzlich die Kosten für eine medizinische Behandlung mit medizinischem Cannabis - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen können je nach Krankenkasse etwas unterschiedlich ausfallen und sollten daher schon vor der Beantragung der Kostenübernahme beachtet werden. In über 50 % aller Fälle kommt es derzeit noch zu einer Ablehnung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Das liegt oftmals daran, dass in Deutschland noch keine Langzeitstudien zur Behandlung von bestimmten Erkrankungen und Beschwerden mit medizinischen Hanf bestehen. Um eine Kostenübernahme der jeweiligen Krankenkasse zu erreichen, sollte diese gemeinsam mit dem behandelnden Arzt kontaktiert werden. 

Hier sollte nach den Voraussetzungen gefragt werden, welche zur Kostenübernahme erfüllt werden müssen. Meist müssen diverse Dokumente der individuellen Therapie mit medizinischem Hanf vorgelegt werden. Außerdem setzen viele Krankenkassen eine Zustimmung des Patienten und des behandelnden Arztes zur Teilnahme an einer Begleitstudie voraus. In dieser werden durch verschiedene Institute Daten zur Effektivität der Behandlung mit medizinischen Cannabisprodukten gesammelt. Wer bei seiner Krankenkasse erfolgreich eine Kostenübernahme beantragen konnte, erhält die gesamten Kosten, welche für die medizinischen Cannabisprodukte anfallen, erstattet. 

 

6. Darf ich unter der Behandlung mit medizinischem Hanf Auto fahren und am Straßenverkehr teilnehmen?

Wer Hanf konsumiert hat, darf laut Straßenverkehrsgesetz nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen. Jedoch gibt es hier für Cannabis-Patienten eine Ausnahme: Diese dürfen auch nach dem Konsum von medizinischen Produkten, welche Hanf enthalten, noch ihr Auto bewegen. Auto darf allerdings nur gefahren werden, wenn sich die Cannabis-Patienten noch in der Lage dazu fühlen. Die Fahrtüchtigkeit muss vor dem Einsteigen in das Auto selbst beurteilt werden. Ist ein Cannabis-Patient nicht mehr zum Autofahren in der Lage und nimmt dennoch am Straßenverkehr teil, so kann es bei einem anschließenden Unfall zu gesetzlichen Konsequenzen kommen. Die Thematik sollte daher sehr ernst genommen werden. Grundsätzlich kann es beim Autofahren sinnvoll sein, einen Cannabis-Patientenausweis mit sich zu führen. Wer in einmal in eine Polizeikontrolle kommt, kann sich somit sofort ausweisen, sodass es nicht zu Missverständnissen mit den Gesetzeshütern kommt. Außerdem sollte beim Autofahren stets die ärztliche Verordnung zur Einnahme von medizinischen Cannabisprodukten mitgeführt werden.

Sie haben noch keinen Cannabis-Patientenausweis? Sprechen Sie uns gerne an!