Was Sie über Hauttypen und Hautzustände wissen sollten

28. Juli 2020

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Sie wird entsprechend ihren Eigenschaften vier Hauttypen zugeordnet. Außerdem liefert der individuelle Hautzustand Informationen über ihre momentane oder dauerhafte Befindlichkeit. 

 

Welche Hauttypen gibt es?

Die menschliche Haut wird je nach Beschaffenheit in die vier Hauttypen 

  • normale Haut
  • trockene Haut
  • fettige Haut
  • Mischhaut

eingeteilt. 

 

Normale Haut

Normale Haut hat kleine bis normale Poren, eine natürliche Elastizität und einen ausgewogenen Feuchtigkeits- und Lipidhaushalt. Außerdem ist sie unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Da sie gut durchblutet wird, erhält sie alle benötigten Nährstoffe und ausreichend Sauerstoff, was sich in einem frischen und gesunden Teint zeigt. Das Hautbild ist unauffällig. Damit sie ihre matte und ebene Oberfläche behält, sollten Sie unbedingt auf starken Alkohol- und Nikotinkonsum, ungesunde Nahrungsmittel und langes Sonnenbaden verzichten. Mit dem Verzehr von frischem Gemüse und Obst führen Sie Ihrer Haut wertvolle Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine zu, die der Hautstoffwechsel benötigt. 

 

Trockene Haut

Typisch für trockene Haut ist eine feinporige und sehr matte Textur. Da ihre Talgdrüsen zu wenig Lipide (Fettsäuren) produzieren, geht zu viel Feuchtigkeit über die undichte Hautbarriere verloren. Dadurch wird sie unelastisch, rissig, spröde und neigt zu Spannungsgefühlen und Juckreiz. Außerdem zeigt trockene Haut oft eine übermäßige Schuppenbildung und auffällige Linien. Um Ihr Hautbild zu verbessern, nehmen Sie täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich und verwenden eine rückfettende Creme. 

 

Fettige Haut

Fettige Haut zeigt sich mit einer ölig glänzenden Textur und neigt zu Unreinheiten (Mitessern, Pickeln), die infolge der überschüssigen Talgproduktion die Poren verstopfen. Außerdem ist sie dick, großporig und schlechter durchblutet als normale Haut. Junge Menschen in der Pubertät leiden an hormonell bedingter fettiger unreiner Haut. Außerdem können erbliche Veranlagung, falsche Ernährung und ein zu starker Alkoholkonsum ihr Entstehen begünstigen. Fettige Haut wird üblicherweise mit entfettenden antibakteriellen Hautpflegeprodukten behandelt. 

 

Mischhaut

Mischhaut stellt besonders hohe Ansprüche an die Hautpflege: Die fettigen Hautpartien von Stirn, Nase und Kinn müssen mit Produkten für fettige Haut (Öl-in-Wasser-Emulsionen), die trockenen Areale (Wangen) mit Mitteln für trockene Haut (Wasser-in-Öl-Emulsionen) gepflegt werden. 

 

Welche Hautzustände gibt es?

 

Als Hautzustand bezeichnet man den vorübergehenden oder dauerhaften Zustand der Haut zu einem bestimmten Zeitpunkt. Man unterscheidet empfindliche, feuchtigkeitsarme, unreine Haut sowie Haut mit Rötungen, Pigmentstörungen und Falten. Empfindliche Haut reagiert besonders schnell und heftig auf bestimmte Einflüsse. Da sie über zu wenig schützende Lipide und Feuchtigkeit verfügt, neigt sie zu allergischen Reaktionen mit juckenden Rötungen und Ekzemen. Die Pflege der verhältnismäßig dünnen Haut ist besonders problematisch. Feuchtigkeitsarme Haut tritt meist zusammen mit trockener Haut auf. Sie ist lederartig, unelastisch, dünn und zeigt feine Linien. Unreine Haut zeigt helle und dunkle Mitesser. Infizieren diese sich mit bestimmten Bakterien, kommt es zu einer mittelschweren oder schweren Akne. 

 

Gerötete Haut tritt bei sportlicher Aktivität (stärkere Hautdurchblutung!) auf. Pigmentflecken sind kleine flache bräunliche Flecken und entstehen durch eine lokal begrenzte, übermäßige Bildung des schwarzen Hautfarbstoffs Melanin. Sie werden meist durch zu starke UV-Strahlung verursacht. Falten sind Folge des Alterungsprozesses: Die Haut bildet ab dem 25. Lebensjahr weniger Kollagen, Elastin und feuchtigkeitsbindende Hyaluronsäure. Das Unterhautfettgewebe bildet sich zurück, sodass die Haut schlaffer und trockener wird und dauerhafte Falten zeigt. Reife Haut benötigt ebenfalls spezielle Pflegeprodukte.

 

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